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Neues Programm BIM-NET veröffentlicht

BIM-NET überführt Entwässerungs- und Wasserversorgungsnetze aus GraPS als strukturierte 3D-Modelle ins IFC-Format.

Mit BIM-NET steht ab sofort eine Lösung für den IFC-Export von Entwässerungs- und Wasserversorgungsnetzen aus GraPS bereit. Die Anwendung überführt bestehende Projektdaten in strukturierte dreidimensionale Modelle und macht sie für die modellbasierte Zusammenarbeit nutzbar.

Als Ausgabeformat verwendet BIM-NET das derzeit aktuelle IFC 4.3 ADD2. Geometrie, fachliche Gliederung, Netzverbindungen und Eigenschaften werden gemeinsam in einer IFC-Datei abgebildet. So können die vorhandenen Informationen in nachgelagerten Anwendungen weiterverwendet und mit anderen Fachmodellen zusammengeführt werden.

Für die Entwässerung lassen sich Haltungen und Schächte exportieren. Hinzu kommen Anschlussleitungen und Anschlusspunkte sowie Fremdleitungen mit ihren Knoten. Je nach Projekt werden auch unterschiedliche Schachtformen und Leitungsprofile berücksichtigt.

Im Bereich Wasserversorgung bildet BIM-NET Segmente und die zugehörigen Segmentpunkte ab. Die Anwendung unterscheidet verschiedene fachliche Knotentypen, darunter Hydranten, Schieber, Rückschlagklappen, Quellen, Behälter, Pumpen und Regelarmaturen. Damit lässt sich nicht nur der Verlauf der Leitungen darstellen: Auch die Art der angeschlossenen Netzelemente bleibt im Modell erkennbar.

Die 3D-Geometrie basiert auf den im Rehm-Projekt erfassten Koordinaten und Höhen. Gerade und polygonale Leitungsverläufe können übernommen werden. Runde, rechteckige oder polygonale Schächte sowie spezielle Leitungsprofile lassen sich entsprechend ihrer hinterlegten Geometrie abbilden. Das hilft, die örtliche Situation in der Modellansicht nachvollziehbar darzustellen.

Auch die fachliche Struktur der Netze kann in der IFC-Datei erhalten bleiben. BIM-NET ordnet die exportierten Bereiche in einer klaren Hierarchie und kann Leitungen und Segmente nach Teilnetzen gliedern. Die Beziehungen zwischen Netzelementen lassen sich über IFC-Ports beschreiben. So sind beispielsweise Verbindungen zwischen einer Haltung und ihren Schächten oder zwischen einem Leitungssegment und seinen Knoten auch im Austauschmodell nachvollziehbar.

Für die räumliche Einordnung unterstützt BIM-NET die Übernahme eines Benutzerkoordinatensystems aus der GraPS-Übergabe. Ursprung, Höhe und Drehung können in der IFC-Datei beschrieben werden. Auf Wunsch wird zusätzlich der Nullpunkt als Referenzobjekt ausgegeben. Das erleichtert die Abstimmung mit weiteren Modellen, die in einem gemeinsamen Koordinatenraum geführt werden.

Der Exportumfang lässt sich an die jeweilige Aufgabe anpassen. Anwender können ein vollständiges Projekt ausgeben oder gezielt in GraPS ausgewählte Haltungen beziehungsweise Segmente exportieren. Zugehörige Knoten und Schächte werden passend ergänzt, sodass auch ein begrenzter Ausschnitt als zusammenhängendes Teilmodell genutzt werden kann. Das ist hilfreich, wenn etwa ein Bauabschnitt oder ein bestimmter Koordinationsbereich betrachtet werden soll.

Welche Fachdaten in das Modell gelangen, bestimmen konfigurierbare Eigenschaftszuordnungen. Für unterschiedliche Objektarten kann festgelegt werden, welche vorhandenen Angaben übernommen werden. Zusätzlich lassen sich projektspezifische Datenbankfelder als eigene Eigenschaften einbinden. BIM-NET prüft die Konfiguration anhand des Projektschemas und gibt Hinweise auf Unstimmigkeiten.

Wiederverwendbare Exportprofile speichern die abgestimmten Einstellungen für ein Projekt. Dadurch können definierte Lieferumfänge bei späteren Exporten erneut verwendet werden. Das unterstützt einheitliche Abläufe, wenn Modelle regelmäßig aktualisiert oder für verschiedene Projektbeteiligte bereitgestellt werden.

Mit BIM-NET gelangen die in GraPS gepflegten Netzdaten ohne unnötige Neuerfassung in modellbasierte Arbeitsabläufe. Die IFC-Modelle können die Koordination mit anderen Disziplinen, die Prüfung möglicher Konflikte und die strukturierte Übergabe von Planungsständen unterstützen. So wird die unterirdische Infrastruktur als dreidimensionales und fachlich gegliedertes Modell in der gemeinsamen Projektarbeit verfügbar.

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